Erfahre mehr über die einzigartige Insel, in der wir unsere Abschlussveranstaltung gefeiert haben

Die Abschlussveranstaltung liegt schon hinter uns und wir hatten dafür einen ganz besonderen Ort ausgewählt. Mit ihren tollen Außenanlagen ist die Kulturinsel im Neckarpark der perfekte Ort ein sommerliches Finale dieses Bürgerdialogs zu feiern. Dort stellten sich unsere Kochgruppen ihre Projektideen gegenseitig vor, in Anwesenheit aller Unterstützter sowie des Projektteams. Um mehr über die Kulturinsel Stuttgart zu erfahren reden wir mit Joachim Petzold, der diese pulsierende Insel ins Leben gerufen hat.

Für unsere Abschlussveranstaltung hatten wir die Teilnehmer und Unterstützter des Projekts zu einem Inselabend eingeladen. Dafür benötigten wir aber keinen Flieger oder Schiff – doch wie soll das gehen?
Die Kulturinsel Stuttgart bietet eine bunte Oase mitten in Bad Cannstatt, mit einem Urban-Gardening-Gelände und regelmäßigen Kulturveranstaltungen. Wir fragen Joachim Petzold, der dieses tolle Projekt initiiert hat, wie er auf die Idee gekommen ist solche eine Insel in der Nähe des Cannstatter Wasen zu bauen.

Wie ist die Idee für die Kulturinsel in Stuttgart entstanden?

JP: Vor 13 Jahren habe ich angefangen, mit einem Freund die Ü-30-Fete im Club Zollamt zu veranstalten. Daher kannte ich das Areal und all seine Vorzüge. Als der Club dann in finanziellen Schwierigkeiten war, haben wir uns dazu entschieden, alle bespielbaren Flächen anzumieten. Da war die Idee der Kulturinsel geboren: Wir wollten eine Fläche und Plattform für Kunst und (Alternativ-)Kultur schaffen, die zusammen mit der Industrie funktioniert. Workshops und Tagungen von lokal ansässigen Firmen, bis hin zu global agierenden Unternehmen wechseln sich mit Veranstaltungen und Ausstellungen von jungen Künstlern und gemeinnützigen Projekten ab. Wo vorher eine illegale Müllkippe und leerstehende Räume waren zeigen die letzten Jahre: „(Sub)culture meets Industry“ ist möglich!

Was für Aktivitäten finden auf der Kulturinsel statt? Wer wird damit angesprochen?

JP: 7/24 ist unser Motto und so unterschiedlich wie die Tage und Zeiten sind auch die Aktivitäten auf der Insel. Im Inselgrün, unserem urbanen Garten, bietet wir z. B. Wildkräuterführungen und Workshops an. Außerdem gibt es viele weitere Veranstaltungen und Projekte: von Deutschkursen und Malstunden für geflüchtete Personen über Bienenseminare, Abschlussausstellungen junger Künstler und Designer oder Benefizkonzerte ist vor allem in den Sommermonaten ziemlich viel geboten! Und dann gibt es ja noch zumindest in 2016 das Nightlife im Club Zollamt und die Industrietagungen in unserer Eventlocation „freiRaum„. Ende September findet auch die erste Gehörlosenoper Stuttgarts bei uns statt (Premiere am 30.09.2016).

Kann man bei der Kulturinsel mitmachen? Wie kann man das Projekt unterstützen?

JP: Bei der Vielfalt an Programm und Aktionen gibt es ein großes Potential zum Helfen und Mitmachen für Jung und Alt – egal ob als Hobbygärtner oder Helfer bei Festen. Wir freuen uns über jeden, der sich einbringen möchte. Interessierte dürfen sich gerne über info@kulturinsel-stuttgart.org melden. Wer mitmacht, bekommt sogar ein offizielles Helferzertifikat ausgestellt!

Die Abschlussveranstaltung von Salz & Suppe findet auf dem Gelände statt. Wie ist es zu der Zusammenarbeit gekommen? Welche Berührungspunkte gibt es zwischen beiden Initiativen?

JP: Leider war ich nicht persönlich bei dem Projekt dabei, aber von der ersten Sekunde an habe ich es verfolgt und für toll befunden! Als dann die Anfrage kam, war es ein klares Ja. Ich glaube, wir haben uns alle am ersten Besprechungstermin gefreut. Es ist schön, wenn man hier budgetären Spielraum hat und dann auch Dinge möglich machen kann, die sonst schwieriger wären. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und hoffe dass einiges davon aktiv in die Stadtplanung mit einfließt. Da ich mir sicher bin, dass die Bürger einer Stadt diese sehr positiv beeinflussen können und dies auch wollen. Es müssen „nur“ die richtigen Wege gefunden werden, Salz & Suppe ist ein hervorragendes Beispiel für kreative Bürgerbeteiligung.

Herr Petzold, wir möchten Sie zum Schluss fragen: Was wäre eine passende Suppe für einen Kochabend auf der Kulturinsel?

JP: Eine Okroschka, dies ist eine sommerliche kalte Suppe die ich persönlich an heißen Sommertagen sehr lecker finde, dazu gibt es dann frisch gebackenes Brot aus unserem Steinofen, wenn wir es bis dahin richtig gelernt haben und die Kräuter kommen natürlich aus unserem Inselgrün Garten!

Wir finden, dass klingt sehr erfrischend!

Die Ergebnisplakate aller Kochgruppen kannst Du persönlich vom 20. Juli bis 11. August 2016 in der öffentlichen Ausstellung im 3. Obergeschoss des Stuttgarter Rathauses am Marktplatz anschauen. Einige Einblicke und Bilder der vergangenen vier Treffen findest Du auch auf den Seiten der jeweiligen Kochgruppen.

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