Das perfekte Finale eines stadtweiten Menüs

Bei der Abschlussveranstaltung am 14. Juli in der Kulturinsel (Bad Cannstatt) wurden die Ergebnisse der bunt gemischten Teams vorgestellt und mögliche Anschlussprojekte ausgewählt.

Es war wieder ein Fest! Drei Wochen nach der letzten Kochrunde präsentierten die insgesamt neun vielfältig zusammengesetzten Kochgruppen ihre Ergebnisse, die sie zuvor an vier Abenden im Juni bei selbst zubereiteten Gerichten gemeinsam erarbeitet haben.

Das Resultat: unterschiedlichste Ideen, die zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen können. Dazu gehören die sinnvolle Nutzung leerstehender Gebäudeteile für Bürger – beispielsweise in Form eines Pop-up Wohnzimmers – oder neue Begegnungsäume wie ein Bauwagen als „Lieblingsplatz“ mit Liegestühlen und Freizeitutensilien. Auch Feste im Viertel für Bewohner aller Couleur sowie die verbesserte Vernetzung insbesondere älterer Bürger, denen mittels einer App schnellere Hilfe, mehr Zugang zur Gesellschaft und ein leichterer Austausch ermöglicht werden soll, sind Teil der kreativen Ideen.

Diese und noch mehr Vorschläge wurden anschließend von allen Teilnehmern der Veranstaltung nach den Kriterien der Innovation der Idee, ihrer Umsetzbarkeit und hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Mehrwerts für die Stadtgesellschaft bewertet.
Dabei kam es noch einmal zu einer spannenden und knappen Stichwahl zwischen zwei Projekten mit gleicher Punktzahl im Hof der Kulturinsel. Am Ende haben die Teilnehmer die folgenden drei Ideen ausgewählt: Kochgruppe 1 aus Zuffenhausen, Stammheim, Mühlhausen, Münster, mit der Idee, der wandernden Straßenfeste mit Grill und Suppe, die spontan, offen und zwanglos jeden einladen teilzunehmen, die Idee der Projektgruppe 2 aus Weilimdorf, Feuerbach, die sich Gedanken über die gemeinschaftliche Nutzung des Walz-Areals gemacht haben sowie das Projekt der Gruppe 3 aus Botnang, West, die mit dem bunten Bauwagen „Süße Kiste“ einen mobilen „Lieblingsort“ für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter schaffen wollen.

Dass die Kochrunden des Projekts Salz & Suppe am 14. Juli vorerst auslaufen, bedeutet keineswegs das Ende des angestoßenen Dialogs. Viele der Kochgruppen treffen sich und kochen auch nach dem offiziellen Projektende gemeinsam weiter und wollen kleinere Projekte realisieren.
Wie das Format Salz & Suppe insgesamt verstetigt werden kann, soll eine gemeinsame Veranstaltung in Kooperation mit der Bürgerstiftung Stuttgart Ende des Jahres klären.
Das offizielle Projektende ist zudem als Beginn einer neuen Kultur der bürgerschaftlichen Mitgestaltung zu verstehen. So haben die drei an der Abschlussveranstaltung ausgewählten Ideen die Chance, auf einer weiteren, von der Stadt organisierten Veranstaltung im Herbst Unterstützer für die Realisierung ihres Konzepts zu gewinnen. Auf einem „Marktplatz der Ideen“ werden die Projektteilnehmer von Salz & Suppe auf auf relevante Vertreter aus der Verwaltung, bestehende Initiativen und mögliche Sponsoren treffen.
Darüber hinaus werden die Ergebnisse aus allen Kochgruppen in einem Buch der in Zusammenarbeit mit dem Krämerverlag erstellt wird festgehalten. Jeder Teilnehmer wird als kleines Dankeschön ein kostenloses Exemplar erhalten.
Bundesweit gestreut wird das Projekt auch im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklung, über die Salz & Suppe finanziell gefördert wurde.

Auf unserer Webseite werden wir den genauen Ort und Termin des im Herbst kommenden „Marktplatz der Ideen“ bekannt geben. Dort werden die Projektteilnehmer von Salz & Suppe auf relevante Vertreter aus der Verwaltung, bestehende Initiativen und mögliche Sponsoren treffen. Bis dahin bist Du herzlich eingeladen Dir die Ergebnisse der Kochgruppen in der öffentlichen Ausstellung, anzuschauen. Diese findet vom 18. Juli bis 11. August 2016 im 3. Obergeschoss des Stuttgarter Rathauses am Marktplatz statt. Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

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